Kein Schiedsrichter kann sofort ganz oben pfeifen. Otto Meyer ist einer derjenigen, die beurteilen, ob ein Schiedsrichter geeignet ist, Spiele in höheren Ligen zu leiten. Er ist unser Schiedsrichter des Monats März.

Otto Meyer ist 57 Jahre alt und seit dem Jahr 1989 Schiedsrichter. Er gehört dem TSV Neudrossenfeld an und ist Anhänger des FC Bayern München. Damals legte er zusammen mit unserem ebenfalls treuen Mitglied Manfred Schröder die Schiedsrichterprüfung für die Gruppe Bayreuth ab. Seither machte er in seiner Schiedsrichterkarriere einige bemerkenswerte Schritte. 

Beruflich ist er als Gruppenleiter in der Werkstatt für Behinderte Menschen in Bayreuth tätig.

Otto schaffte bereits im Jahr 1994, also nach nur 5 Jahren aktiver Schiedsrichtertätigkeit, den Aufstieg in die Bayernliga. Zudem war er als Schiedsrichterassistent bis zur Regionalliga tätig. In diesem Jahr begann er zudem als Beobachter in der Bezirksliga am Spielfeldrand zu stehen.

Ab der Bezirksliga wird jeder Schiedsrichter in seiner höchsten Spielklasse beobachtet. Hierzu kommt ein Schiedsrichterbeobachter, sieht sich das Spiel, die Spielleitung und die getroffenen Entscheidungen an und analysiert diese nach dem Spiel im sogenannten Coaching mit dem Schiedsrichter und seinen Assistenten. Darüber hinaus wird ein Beobachtungsbogen erstellt und eine Note vergeben. So ist es möglich, am Saisonende alle Schiedsrichter innerhalb einer Liga zu vergleichen. Dies entscheidet dann über Aufstieg, Klassenerhalt und Abstieg, ähnlich wie bei den Fußballmannschaften. Neben dem Beurteilungskriterium bekommt der Schiedsrichter hierdurch viele wichtige Tipps, um sich weiter zu verbessern.

Durch seine hervorragende Arbeit im Beobachtungswesen erreichte Otto im Jahr 2011 die Landes- und Bayernliga und bewertet schließlich seit 2012 in der Regionalliga die Profischiedsrichter von morgen.

Otto Meyer im Gespräch im Nachgang einer Beobachtung in der Regionalliga Bayern (Foto: Anpfiff/A.Bär)

Otto sagt, dass der Zeitaufwand sehr groß ist. Das Spiel anzuschauen ist hier das Geringste. Seine Hauptaufgabe beginnt erst nach dem Spiel, wenn er dem Schiedsrichter im Coaching die richtigen Worte für seine Zukunft mitgeben muss und schließlich zu Hause den Bewertungsbogen anfertigt. Der Bogen muss dabei absolut schlüssig sein und sowohl das Spiel, als auch das Coaching beinhalten, damit er einen Mehrwert für den Schiedsrichter erzielen kann. Dies dauert einige Stunden.Zudem muss sich der Beobachter, ebenso wie der Schiedsrichter, auf jedes Spiel gezielt vorbereiten. Denn jedes Spiel ist anders und jedes Spiel ist ein Höhepunkt. Schiedsrichter und Beobachter haben permanent mit anderen Menschen zu tun und jeder Mensch ist bekanntlich anders, auch hierauf muss man sich einstellen und vorbereiten.

Das allerwichtigste ist die Kritikfähigkeit des Schiedsrichters, betont Otto, sonst kann er die Pfeife gleich wieder an den Nagel hängen. Dies gilt auch für den Beobachter. Otto spricht sich in seinem Interview explizit für den Fernsehbeweis aus, dieser hilft uns wesentlich weiter.

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