Kaum ein zweiter engagiert sich so für unsere Schiedsrichtergruppe wie unser Schiedsrichter des Monats August - Manfred Schröder.

Der 63-jährige legte nach 32 Jahren Fußballerkarriere beim TSV Neudrossenfeld im Jahre 1989 zusammen mit Otto Meyer (Schiedsrichter des Monats März 2017, wir berichteten) auf Zuraten unseres Ehrenobmannes Alfred Zeilner seine Schiedsrichterprüfung ab. Diesen Schritt habe er bis heute nie bereut. Manfred beschreibt sich selbst als geselligen Menschen, der gerne unter Leuten ist. Dennoch stünde für ihn an erster Stelle seine Familie: "Ehrlich gesagt verbringe ich meine Freizeit am liebsten mit meinen Enkelinnen." Dass die Schiedsrichterei wohl dicht danach folgt, schließen wir aus Mannes nicht ersetzbaren Engagements für unsere Gruppe: Als stellvertretender Kassier, Organisator im Vergnügungsausschuss und Einteiler im Jugendbereich übernimmt er wichtige Aufgaben und verbringt täglich mehrere Stunden vor dem Computer. Als Belastung empfindet er diese allerdings nicht, zumal er als Rentner genügend Zeit habe, sich seinen Hobbies zu widmen. Um für seine Spiele fit zu bleiben, setze er sich auch regelmäßig aufs Fahrrad.

Manfred "Manne" Schröder die Ruhe selbst auf dem Platz (Foto: FuPa OBF)

Am Wochenende ist er dann meistens in der Kreisklasse unterwegs, ab und zu gibt es auch ein Kreisligaspiel. Im fünften Jahr nach seiner Prüfung durfte Manfred in die Bezirksliga aussteigen und vier Jahre später in die damalige Bezirksoberliga. Dort pfiff er solange, bis er die Altersgrenze erreichte. Trotz seines - für diese Ligen - hohen Alters konnte er also gut mit den jüngeren Schiedsrichtern mithalten. Dabei kam ihm wahrscheinlich seine langjährige Spielpraxis und Erfahrung als Fußballer zu Gute. Seit 2009 wird er auch als Beobachter in der Bezirksliga eingesetzt.

Wohl jeder Schiedsrichterneuling tritt - natürlich nach Gruppenobmann Alexander Maisel und dem Lehrteam - danach als erstes mit Manne Schröder in Kontakt. Bei ihm gibt es bei jedem Lehrabend Schiedsrichterequipment wie Spielnotizkarten zum Einkaufspreis und natürlich jede Menge Jugendspiele. Für den Einteiler ist es eine besondere Belastung, wenn kurzfristig viele Spiele zurückgegeben werden: "Natürlich kann man mal krank werden oder muss kurzfristig arbeiten. Aber dennoch sollte man sich bei bekannten Terminen im DFBnet abmelden, damit ich meine Arbeit zumindest nicht doppelt oder dreifach machen muss."

Als Assistent (li.) gibt er seine Erfahrungen an die jüngeren Kollegen weiter (Foto: Anpfiff.info)

Manfred erinnert sich gut an ein Ausscheidungsspiel zur Bezirksliga in Erlangen vor 2.500 Zuschauern. Oder an ein Spiel als damaliger Assistent bei Bayernliga-Schiedsrichter Alexander Maisel, als er kurz vor Schluss eine Abseitsstellung anzeigte, während hunderte Fans hinter ihm am Zaun rissen. "Solche Spiele bleiben für immer in meinem Kopf. Kritik stecke ich locker weg, Fehler passieren eben, nicht nur in unseren unteren Klassen. Damit komme ich klar."

Wir bedanken uns bei Manfred nicht nur für das Interview, sondern vor allem für seinen tagtäglichen Einsatz in unserer Schiedsrichtergruppe. Ohne ihn würde manches nicht so gut laufen wie gewohnt!

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