Unser Schiedsrichter des Monats Oktober – Alexander Maisel – wurde bei der Jahreshauptversammlung in seinem Wirken bestätigt und wird auch in den kommenden vier Jahren an der Spitze der Bayreuther Schiedsrichter stehen.

Der 56-jährige Versicherungskaufmann hat die Schiedsrichtergruppe Bayreuth deutschlandweit vertreten, wie bisher kein zweiter. Seine Familie steht für Alexander an erster Stelle. Daher verbringt er sehr gerne Zeit mit seiner Frau im Wellnessurlaub oder beim Skifahren mit der gesamten Familie in den Bergen.

Sein damaliger Jugendtrainer beim TSV Obernsees legt Alexander nahe, dass es doch so schöne Hobbies gäbe und warum es unbedingt der Fußball sein muss. Als er aufgrund einer Verletzung seine Spielerkarriere beendete, wurde er vom Vorstand gefragt, ob er nicht Lust hätte Schiedsrichter zu machen. So legte Alexander 1977 die SR-Prüfung ab. In diesem Jahr kann er seine 40-jährige Zugehörigkeit zum Schiedsrichterwesen feiern.

Das Besondere am Schiedsrichterwesen sei für ihn der viele Kontakt mit Menschen und die vielen Charaktere, die er während seiner langen Laufbahn kennenlernte. Auch für das Berufsleben konnte er einiges mitnehmen, einmal der Umgang mit schwierigen Situationen und zum anderen die sportliche Betätigung als Ausgleich zur beruflichen Tätigkeit.

Alexander Maisel stets mit ruhigen und sachlichen Auftreten auf dem Platz (Foto: FuPa OBF)

Die größten Erfolge in seiner SR-Laufbahn waren zweifelsohne die fünf Jahre als Schiedsrichter in der damaligen Regionalliga (heute 3. Liga) und die Zeit als Schiedsrichterassistent im DFB-Bereich. Sein größtes Erlebnis war die Spielleitung des A-Jugend-Länderspiels zwischen Deutschland und Frankreich. Zudem war es immer wieder ein Highlight für ihn in Fußballstadien wie Dortmund, Kaiserslautern, Schalke, Gladbach, St. Pauli, etc. einzulaufen und tolle Spiele mitzuerleben.

Jedoch gab es in seiner Karriere auch einen negativen Höhepunkt. Nach dem Spielende der Begegnung FC Hansa Rostock gegen den FC Schalke 04 stürmten Rostocker-Hooligans den Innenraum und bedrohten das Schiedsrichtergespann. Unter höchstem Polizeischutz wurde das Gespann in die Kabine gebracht. Nach zwei Stunden wurden sie mit einem gepanzerten Polizeifahrzeug aus Rostock gebracht. Dabei wurde Alexander klar, was alles hätte passieren können.

Seit vier Jahren steht Alexander an der Spitze der Schiedsrichtergruppe Bayreuth als Gruppenschiedsrichterobmann. Als Michael Hofmann auf eine erneute Kandidatur verzichtete, kam unser Ehrenobmann Alfred Zeilner auf ihn zu und fragte ihn, ob er es sich vorstellen kann die Position des GSO zu übernehmen. Nach einiger Bedenkzeit und Rücksprache mit seiner Familie stimmte er zu und lies seine Gruppe nicht im Stich.

Seine Hauptaufgaben sind die Einteilungen der Spiele, welche er zusammen mit Manfred Schröder, Karl-Heinz Dietz und Otto Meyer vornimmt. Zudem plant er die Lehrabende und ist für die Qualifikationen der einzelnen Schiedsrichter in der Gruppe verantwortlich. Er hat aber auch immer ein offenes Ohr für seine Schiedsrichter und ist auch Ansprechpartner der Vereine. Der Zeitaufwand ist enorm hoch, zwischen drei und fünf Stunden täglich investiert Alexander in die Schiedsrichtergruppe.

Das DFB-Logo auf der Brust - Ein Relikt aus vergangenen Zeiten (Foto: FuPa OBF)

Nun wurde er und seine Führungsmannschaft für weitere vier Jahre gewählt. Er ist stolz mit der Mannschaft nochmal vier Jahre die Geschicke der Gruppe zu leiten, denn er kann sich auf jeden einzelnen zu 100% verlassen. In der Vorstandschaft sei ein ausgeprägter Teamgeist vorhanden und die Entscheidungen werden in der Gruppe getroffen.

Für seine zweite Amtszeit wünscht sich Alexander vor allem mehr Schiedsrichter, die das Hobby gerne ausüben würden und somit für die Einteilung zur Verfügung stünden. Von seinen Schiedsrichtern erwartet er in der Zukunft wieder mehr Zuverlässigkeit, z.B. beim Abmelden im DFBnet oder bei kurzfristigen Spielrückgaben. Dies würde die Arbeit der Einteiler deutlich erleichtern und ihren Zeitaufwand nicht eklatant in die Höhe schrauben. Abschließend sieht er als größte Aufgabe, dass in vier Jahren eine geeignete Mannschaft gefunden wird, die dann die Geschicke unserer Schiedsrichtergruppe übernimmt.

Wir bedanken uns bei Alexander zum einen für das Interview und zum anderen für sein großes Engagement in der Schiedsrichtergruppe Bayreuth. Herzlichen Glückwunsch zudem an die gesamte Vorstandschaft zur Wiederwahl. Das hervorragende Wahlergebnis zeigt die Zufriedenheit der Schiedsrichter und ist gleichzeitig ein erneuter Führungsauftrag für die kommenden vier Jahre. 

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